TACHELES 2026: Kulturstiftung fördert 58 weitere Kulturprojekte in ganz Sachsen

Kleinprojekteförderung erfolgreich abgeschlossen | Rund 250.000 Euro für zusätzliche Kunst- und Kulturvorhaben im jüdischen Themenjahr | Insgesamt rund 1,4 Millionen Euro Förderung für Projekte zu TACHELES

Drei Frauen in einem festlich dekorierten Raum halten sich an den Händen und lächeln

Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen hat ihre diesjährige Kleinprojekteförderung im Rahmen des landesweiten Themenjahres „TACHELES – Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen“ erfolgreich abgeschlossen. Bis zum 30. Juni 2026 konnten dafür Anträge für kleinere Kunst- und Kulturprojekte eingereicht werden. Insgesamt wurden 58 Kunst- und Kulturprojekte mit einer Fördersumme von rund 250.000 Euro bewilligt.

Stiftungsdirektor Prof. Dr. Manuel Frey erklärt: „Die außerordentlich positive Resonanz auf die Kleinprojekteförderung zeigt, wie groß das Interesse ist, sich mit jüdischem Leben und jüdischer Kultur auseinanderzusetzen. Durch das zusätzliche Förderangebot konnten zahlreiche Projekte unterstützt werden, insbesondere in den ländlichen Regionen Sachsens. So trägt die Förderung wesentlich dazu bei, dass jüdisches Leben im gesamten Freistaat sichtbar und erlebbar wird. Ich hoffe, dass es auch über das Themenjahr hinaus gelingt, dieses Engagement fortzuführen, neue Projekte zu ermöglichen und die entstandenen Impulse nachhaltig in die Zukunft zu tragen.“

Zu den geförderten Projekten gehört das Kulturfestival „BALAGAN – Das jüdische Kulturfest im Vogtland“ des VOIS e.V. Von September bis November präsentiert der Plauener Verein an verschiedenen Orten im Vogtlandkreis ein vielfältiges Programm mit Konzerten, Lesungen, Tanzperformances, Workshops und Ausstellungen. Das Projekt wird mit 10.000 Euro gefördert.

Ebenfalls gefördert wird das Erzähl- und Figurentheaterprojekt „Was uns verbindet, ist die Sehnsucht nach Licht“ mit 4.920 EUR. Der Geschichtenschnitzer Swen Kaatz begibt sich in seiner neuen Produktion auf die Spurensuche nach jüdischem Leben und kulturellen Begegnungen im Erzgebirge. Aufführungen sind von September bis Dezember unter anderem in Oelsnitz / Erzgebirge, Lengefeld und Lichtenstein geplant.

Auf Schloss Klippenstein in Radeberg findet im November ein Konzert des Ensembles Klezmart statt. Die Gruppe verbindet ihr musikalisches Programm mit Geschichten, Anekdoten und historischen Hintergründen. Das Vorhaben des Schloss Klippenstein e.V. wird von der Kulturstiftung mit 1.850 Euro gefördert.

Mit der Kleinprojekteförderung ergänzt die Kulturstiftung ihr Förderprogramm „Jüdisches Leben in Kunst und Kultur“, über das bereits rund 90 Kunst- und Kulturprojekte unterstützt werden. Damit beträgt die Förderung der Kulturstiftung für Vorhaben im Rahmen von TACHELES 2026 insgesamt 1.427.500 Euro.

Das Themenjahr TACHELES läuft noch bis zum 12. Dezember 2026 und bietet mit zahlreichen Ausstellungen, Konzerten, Theateraufführungen, Lesungen und Vermittlungsformaten ein breites und vielfältiges Kulturprogramm in ganz Sachsen.

 

Hintergrund

TACHELES 2026 ist das vom Freistaat Sachsen initiierte landesweite „Jahr der jüdischen Kultur“. Ein Jahr lang machen Projekte, Veranstaltungen und Ausstellungen in ganz Sachsen die vielfältige jüdische Kultur einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Das Themenjahr wird vom Freistaat Sachsen unter Federführung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus getragen. Das Projektteam ist am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz im ehemaligen Schocken-Kaufhaus angesiedelt, einem zentralen Ort jüdisch-sächsischer Geschichte. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen begleitet das Themenjahr seit 2023 mit ihrem Förderprogramm „Jüdisches Leben in Kunst und Kultur“. Im Fokus des Programms steht die Förderung von Kunst- und Kulturprojekten, die jüdisches Leben in Sachsen öffentlich sichtbar und erlebbar machen.

 

Weiterführende Informationen

Zum Förderprogramm "Jüdisches Leben in Kunst und Kultur"
Übersicht der geförderten Projekte

 

Pressekontakt

Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
T: +49 (0)351 - 88 48 00
M: presse(at)kdfs.de

 

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