Kulturstiftung ermöglicht 245 Gastspiele in Sachsen, Deutschland und Europa

Kulturstiftung fördert 2026 insgesamt 245 Gastspiele mit 230.000 Euro | Verfügbare Fördermittel frühzeitig ausgeschöpft

Zwei Personen stehen vor einem großformatigen Kunstwerk an einer weißen Wand, eine Person zeigt mit erhobenem Arm darauf.

Die Gastspielförderung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen ist 2026 erneut auf besonders große Nachfrage gestoßen. Nun schließt die Kulturstiftung das Programm ab und zieht eine erste Bilanz. 

Die verfügbaren Fördermittel in Höhe von insgesamt 230.000 Euro wurden Mitte des Jahres voll ausgeschöpft. Bereits zum Ende der Antragsfrist am 31. Juli lagen mehr förderfähige Anträge vor, als Fördermittel zur Verfügung standen. Insgesamt bewilligte die Kulturstiftung 144 Förderungen, mit denen 245 Gastspiele ermöglicht werden. 

Die Fördersummen reichten von 400 Euro bis 4.800 Euro. Unterstützt wurden sowohl zahlreiche Soloprogramme und Gastspiele mit kleinen Besetzungen wie beispielsweise die Produktion „KRABAT STIRBT · ZEMRĚJE · WUMRĚJO“ der Puppenspieler schoenbrodtkuerschner als auch aufwändige Produktionen mit bis zu zehn Beteiligten wie die Performance „ich bin mir selber fremd geworden“ des Ensembles „Schatz & Schande“.

Die Gastspielförderung trägt maßgeblich dazu bei, das kulturelle Angebot in den ländlichen Regionen Sachsens zu erweitern und Kunst und Kultur auch außerhalb der großen Städte erlebbar zu machen. 70 der geförderten Gastspiele fanden 2026 in den ländlichen Regionen Sachsens statt, so zum Beispiel im Neuberinhaus in Reichenbach, im Markt 20 in Delitzsch oder auch im Kulturkino Zwenkau. Das Spektrum reichte von Tanz- und Theaterproduktionen über Performances und Ausstellungen bis hin zu Videopräsentationen.

Zugleich entfaltete die Förderung Wirkung über die Landesgrenzen hinaus: Rund die Hälfte der insgesamt 245 Gastspiele fand außerhalb Sachsens statt. Sie boten sächsischen Ensembles und Kunstschaffenden die Möglichkeit, ihre Arbeit einem breiteren Publikum vorzustellen, neue Spielorte zu erschließen und ihre Sichtbarkeit in Deutschland und Europa zu erhöhen. Gastspiele sächsischer Künstler fanden u. a. in Trier, Hamburg und München statt sowie international in Spanien, Polen und Österreich.

„Die Gastspielförderung ist ein wichtiges Instrument, um insbesondere die freie Szene in Sachsen zu stärken. Sie eröffnet Künstlerinnen und Künstlern neue Auftritts- und Präsentationsmöglichkeiten. Indem bereits erarbeitete Produktionen an weiteren Orten gezeigt werden können, fördert sie zugleich deren nachhaltige Nutzung und Wirkung über den ursprünglichen Aufführungsort hinaus“, so Stiftungsdirektor Manuel Frey.

 

Hintergrund

Mit ihrer Gastspielförderung unterstützt die Kulturstiftung Künstlerinnen und Künstler dabei, bereits erarbeitete Tanz- und Theaterproduktionen, Ausstellungen und Performances an neuen Orten zu zeigen. Gefördert werden insbesondere Honorar- und Organisationskosten. So können bestehende künstlerische Arbeiten neue Bühnen, Spielorte und Ausstellungshäuser sowie weiteres Publikum erreichen. Seit Beginn des Programms 2017 konnten bisher insgesamt rund 1.000 Anträge für Gastspiele bewilligt werden.

Weiterführende Informationen

Gastspielförderung Freie Theatergruppen
Gastspielförderung Bildende Kunst

 

Pressekontakt

Alexandra Meißner
Referentin Programmförderung und Kommunikation
T: +49 (0)351 - 88 48 015 / +49 (0)162 -20 74 952
M: alexandra.meissner(at)kdfs.de

 

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