Max Uhlig Reisestipendien

Der sächsische Künstler Max Uhlig übergab 2018 der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in einer außergewöhnlichen Schenkung seinen Vorlass. Ihm zu Ehren rief die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen 2022 ein neues Stipendienprogramm ins Leben. Inspiriert von Uhligs Lebenswerk, das geprägt ist von der Freiheit des Geistes, von der Hingabe für Mensch und Natur und der Neugier auf die Welt, sind die Stipendien als Reisestipendien konzipiert. Sie richten sich an sächsische Künstlerinnen und Künstler aller Sparten und sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert.

Programmprofil

Förderart

Reisestipendium, offen für alle Sparten

Stipendiendauer

zwischen 1 und 4 Monaten

Stipendienhöhe

5.000 Euro

Antragsfrist

15. Mai bis 1. Juli für ein Stipendium im Folgejahr

Antragsstellung

Online-Formular

Was wird gefördert?

Mit den Reisestipendien fördert die Kulturstiftung hervorragende künstlerische Einzelleistungen und ermöglicht es Künstlerinnen und Künstlern, Ort und Zeitraum ihrer Studienaufenthalte gemäß ihrem künstlerischen Vorhaben und ihrem individuellen Gestaltungsanspruch selbst bestimmen zu können. Die Stipendien richten sich an sächsische Künstlerinnen und Künstler aller Sparten und sollen ihrer Profilierung und ihrer nationalen wie internationalen Vernetzung dienen.

Gibt es Vorgaben zu Reisezielen und Reisedauer?

Ziel und Aufenthaltsort sind frei wählbar. Auch Aufenthalte innerhalb Deutschlands sind zulässig. In der Bewerbung muss die Wahl des Reiseziels und die Dauer des Stipendiums ausführlich begründet werden. Absichtserklärungen, Einladungsschreiben oder Referenzen von Kooperationspartnern können beigefügt werden. Das Stipendium wird für eine Dauer von mindestens einem bis zu maximal vier Monaten bewilligt. Die Fördersumme von 5.000 Euro bleibt dadurch unverändert. Bei der Beantragung von Reisen ins Ausland sollten die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes beachtet werden.

Welche Kriterien muss eine Bewerbung erfüllen?

Dem Antrag ist eine ausführliche Beschreibung des Vorhabens und des Reiseziels beizufügen. Diese Beschreibung muss in überzeugender Weise darlegen, mit welcher künstlerischen Absicht die Reise angetreten werden soll, welche Maßnahmen dafür vor Ort geplant sind und mit welchen Institutionen oder Partnern zusammengearbeitet werden soll. Auch die geplante Reise- bzw. Aufenthaltsdauer, die je nach Ort und den damit verbundenen Reise- und Lebenshaltungskosten von einem Monat bis maximal vier Monaten frei wählbar ist, ist zu begründen. Außerdem sind dem Antrag eine Vorstellung des Bewerbers/ der Bewerberin inkl. Vita und aussagekräftige Arbeitsproben beizufügen.

Wer kann eine Förderung beantragen?

Antragsberechtigt sind grundsätzlich freiberuflich tätige Künstlerinnen und Künstler aller Sparten (insbesondere der Darstellenden Kunst, der Musik, der Bildenden Kunst, der Literatur und des Films), die ihren Schaffensmittelpunkt oder Wohnsitz im Freistaat Sachsen haben und weder an einer Hochschule immatrikuliert sind, noch in einem Ausbildungsverhältnis stehen. Während des Stipendienzeitraums darf keine vergleichbare Förderung von einer anderen Institution gewährt werden.

Wie beantragt man ein Reisestipendium?

Die Antragstellung erfolgt über das allgemeine Stipendienantragsverfahren der Kulturstiftung. Das heißt, das Reisestipendium wird wie alle anderen Arbeits- und Residenzstipendien auch beantragt. Das Online-Formular wird jeweils ab dem 15. Mai auf der Webseite der Kulturstiftung bereitgestellt. Die Bewerbungsfrist endet mit Ablauf des 1. Juli.

Dem Antrag sind eine ausführliche Projektbeschreibung inklusive Reiseplanung (2-5 Seiten), eine Vorstellung der Bewerberin/des Bewerbers (1-2 Seiten) sowie aussagekräftige Arbeitsproben (max. 10 Seiten, zusammengefügt in einem pdf) beizufügen. Absichtserklärungen oder Einladungsschreiben von Kooperationspartnern sollten unter „Sonstiges“ beigefügt werden.

Kann man sich gleichzeitig um mehrere Stipendien bewerben?

Pro Jahr und Person kann nur ein Stipendienantrag bei der Kulturstiftung eingereicht werden. Das heißt, es kann entweder ein Arbeits-, ein Reise- oder ein Residenzstipendium beantragt werden.

Wer entscheidet über die Förderung?

Einen Monat nach Antragsschluss berät der Fachbeirat für spartenübergreifende Projekte über die eingegangenen Anträge und spricht dem Vorstand der Kulturstiftung seine Empfehlungen aus. Auf Grundlage dieser Empfehlungen trifft der Vorstand im November die Förderentscheidungen. Kurz darauf wird den Antragstellerinnen und Antragstellern die Entscheidung postalisch mitgeteilt. Jährlich werden mindestens zwei Stipendien vergeben. Im Falle einer Bewilligung muss spätestens sechs Wochen vor Reiseantritt ein aktueller Reiseplan vorgelegt werden, auf dessen Grundlage der Bewilligungsbescheid erstellt wird. 

Wie hoch ist die Zuwendung?

Die Stipendien sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert und werden als nicht rückzahlbare Zuschüsse für die Dauer von maximal vier Monaten gewährt. Mit der Zuwendung müssen sämtliche Reise-, Arbeits- und Lebenshaltungskosten abgedeckt werden. Darüber hinaus können Menschen mit besonderem Assistenzbedarf aufgrund einer Behinderung ebenso wie Eltern, die ihr Stipendium in Begleitung ihrer minderjährigen Kinder antreten möchten, den Zuschuss „Stipendium + X“ beantragen. Dieser einmalige Zuschuss beträgt maximal 750 Euro und kann im Falle der Bewilligung eines Reisestipendiums formlos bei der Kulturstiftung beantragt werden.

Wie geht es im Fall der Förderung weiter?

Spricht der Vorstand der Kulturstiftung sich für eine Förderung in Form eines Stipendiums aus, erhält die Antragstellerin/ der Antragsteller zunächst einen Zwischenbescheid. Mit diesem Schreiben wird sie/ er über die in Aussicht gestellte Förderung informiert und darum gebeten, der Kulturstiftung den Zeitraum mitzuteilen, in dem das Arbeitsstipendium angetreten werden soll. Sobald diese Information vorliegt, kann die Kulturstiftung den Zuwendungsbescheid ausstellen. Dieser umfasst alle Festlegungen zur bewilligten Förderung und wird innerhalb eines Monats nach Zugang bestandskräftig.

Wie wird das Stipendium ausgezahlt?

Die Auszahlung der bewilligten Förderung muss beantragt werden. Dafür liegt dem Zuwendungsbescheid eine „aktive Zahlungsaufforderung“ bei. Dieses Formular muss vollständig ausgefüllt und unterschrieben per E-Mail an die Kulturstiftung übermittelt werden. Die Zuwendung kann regulär frühestens einen Monat nach Zugang des Zuwendungsbescheids ausgezahlt werden. Wenn die erste Auszahlung früher erfolgen soll, muss der Zahlungsaufforderung eine Rechtsbehelfsverzichtserklärung beigefügt werden. Ein Arbeitsstipendium wird als nicht rückzahlbare Zuwendung in monatlichen Raten ausgezahlt.

Was ist nach dem Stipendium zu tun?

Nach dem Stipendium ist der Kulturstiftung ein ausführlicher Sachbericht über die Arbeit an dem geförderten Vorhaben vorzulegen (ca. 2-3 Seiten). Im Sachbericht sollte u. a. auf folgende Punkte eingegangen werden: Welche Ziele und Erwartungen haben Sie mit dem Stipendium verbunden und wie verlief die Umsetzung Ihres Arbeitsvorhabens? Inwiefern haben sich Ihre künstlerischen Positionen weiterentwickelt und welche Perspektiven sehen Sie für die entstandenen Arbeiten? Sollten im Rahmen des Stipendiums Arbeitsergebnisse entstanden sein (z.B. Drehbücher, Filme, Publikationen), so sind dem Sachbericht Belegexemplare beizufügen. 

Ansprechpartnerinnen

Frances Lorenz
  • Frances Lorenz
  • Sachbearbeiterin Stipendien und Gastspielförderung
  • T +49 (0)351 - 88 48 029
  • M frances.lorenz@kdfs.de
Alexandra Meißner
  • Alexandra Meißner
  • Referentin Programmförderung und Kommunikation, Koordination Programmbereich
  • T +49 (0)351 - 88 48 015
  • M alexandra.meissner@kdfs.de

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