Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen beteiligt sich in regelmäßigen Abständen an ausgewählten Publikationsprojekten. Zusammen mit dem poetenladen Verlag veröffentlicht sie zweimal jährlich die deutschlandweit renommierte "Reihe Neue Lyrik".

Die Reihe Neue Lyrik

Die Reihe Neue Lyrik wurde 2011 ins Leben gerufen und präsentiert zweimal jährlich die Werke zeitgenössischer sächsischer Lyrikerinnen und Lyriker in einer hochwertigen und deutschlandweit viel beachteten Buchpublikation. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gibt die Edition zusammen mit der Autorin Jayne-Ann Igel, dem Autor Jan Kuhlbrodt und dem Verleger Andreas Heidtmann im poetenladen Verlag Leipzig heraus. Die Sächsische Akademie der Künste begleitet die Reihe mit Lesungen und Gesprächen.

Bisher in der Reihe Neue Lyrik erschienen sind:

Hannes Fuhrmann: Wunderschöner Berg

KDFS

Reihe Neue Lyrik - Band 20

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Die Gedichte von Hannes Fuhrmann sind höchst eigenwillige Gebilde. Ein gewisser Zug zur Romantik erscheint ihnen auf den ersten Blick hin innezuwohnen, er changiert aber bei genauerem Hinsehen zwischen Anklang und Zitat. Auch bedienen sich die Gedichte eines breit aufgefächerten Reichtums der Form. Überlieferung ist ihnen also eingeschrieben, und dennoch evozieren sie unterschwellig, aber durchgängig einen Eindruck von Fremdheit. 

Im Wort »fremd« aber liegt ein Schlüssel, der den Zugang zu ihnen eröffnet, der die Texte im Wortsinn erschließt, denn sie finden ihren ersten Anlass im vorgefundenen also fremden Material. Im Material finden sie zu sich, zu ihrer eigenen Originalität.

poetenladen Verlag, 2020/ 21, ISBN 978-3-948305-09-3

 

Dieter Krause: Geregelter Schwelbrand

KDFS

Reihe Neue Lyrik - Band 19

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Dieter Krause wurde 1961 in Dresden geboren, studierte Fernmeldetechnik in Leipzig und lebt heute in Moritzburg. Er war noch zu DDR-Zeiten Teilnehmer am Zentralen Poetenseminars in Schwerin. 1993 folgte im Hellerau Verlag mit „Landschaft träge und flink“ sein Lyrikdebüt. Neben drei Gedichtbände veröffentlichte er die Novelle „Desertieren oder der dreißigste Sinn“. Einflussreich für seine Arbeit sind nicht zuletzt die Entwicklungen in der polnischen Lyrik.

„Dieter Krauses Lyrik ist eigen, niemals weltentrückt und selbstvergessen. Dieser Poet lässt manchmal Fragen offen, ein anderes Mal antwortet er eindeutig und eindeutig rätselhaft. Niemandem wird er beweisen müssen, dass er zu dichten weiß." literaturkritik.de

poetenladen Verlag, 2020, ISBN 978-3-948305-06-2

 

Sebastian Weirauch: Von den Elementen

KDFS

Reihe Neue Lyrik - Band 18

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Sebastian Weirauch konfrontiert uns in seinem Debütband mit den klassischen vier Elementen (Luft, Wasser, Erde, Feuer), wie wir sie von der Antike her kennen, ohne die das Leben auf dem Planeten unvorstellbar ist. Doch es sind nicht die Elemente in ihrer puren Gestalt, sondern in ihren durch die menschliche Existenz beeinflussten Erscheinungsformen. Dies wird an jeder Stelle spürbar, und es teilen sich in den Versen auch die Verletzungen mit, die unsere Eingriffe in die Natur zeitigen, wenn es beispielsweise heißt: »Hier roch es nach Petroleum/ Aufgeblähte Robbenkörper/ trieben farblos im Wasser.«

poetenladen Verlag, 2019, ISBN 978-3-948305-02-4
 

Uwe Kolbe: Die sichtbaren Dinge

KDFS

Reihe Neue Lyrik - Band 17

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

»Aber was bleibt jemandem, der wie Uwe [Kolbe] vom Himmel zumindest etwas ahnt, anderes übrig, als uns klar zu machen, wie es auf Erden nun wirklich zugeht.« Lothar Trolle  

»Mir will partout kein Vorgänger für Uwe Kolbe einfallen ...« Ernest Wichner

»Weil aber Uwe Kolbe nicht nur staunen kann, sich nicht nur begeistern lässt, sondern auch in seinen Lesern und Zuhörern Staunen und Begeisterung erregt, ist seine Lyrik der beste Beweis dafür, dass eine Daseinslust mit allen Sinnen ..., ganz genauso aber Wut und Erregung, die Kunstfertigkeit eines Textes keineswegs ausschließen.« Jan Wagner

poetenladen Verlag, 2019, ISBN 978-3-940691-98-9
 

Uta Ackermann: Neunundneunzig Sätze über Engel

KDFS

Reihe Neue Lyrik - Band 16

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

»Komm, tritt ein und als eine Andere heraus«

Klang spielt für die Autorin, die bis in die jüngste Vergangenheit vor allem mit Hörspielen und Features an die Öffentlichkeit getreten ist, im Schreibprozess eine wichtige Rolle, gesprochene Sprache begreift sie hierbei als Medium. Darüber hinaus lässt sie sich von musikalischen Einflüssen inspirieren. Literarische Einfälle kommen ihr im Gehen, Unterwegs sein, in der Bewegung. Jayne-Ann Igel

poetenladen Verlag, 2019, ISBN 978-3-940691-95-8
 

Jörg Schieke: Antiphonia

KDFS

Reihe Neue Lyrik - Band 15

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Mit Antiphonia legt Jörg Schieke ein langes Gedicht vor, das lust- und kunstvoll einen Parforceritt durch die Gegenwart und unmittelbare Vergangenheit zelebriert. Rein inhaltlich, wie man so sagt. Formal aber lässt es Formen auferstehen, die vergangen scheinen, aber zyklisch ihren Anspruch auf Gegenwärtigkeit geltend machen. Immer wieder findet das Epos seinen Weg zurück in den Vers, dem es letztlich entstammt und aus dem es erst in der bürgerlichen Epoche in den Roman floh.

»Dieses Gedicht handelt vom Niedergang einer Familie. Jede Sekunde
in diesem Gedicht beruht auf einer wahren Begebenheit. Manchmal
hörte die Mom, wie Dads Schlüsselbund im Innern
der Waschmaschine gegen das Bullauge schlug. Peng –
hatte ers mal wieder vergessen.«

poetenladen Verlag, 2018, ISBN 978-3-940691-93-4
 

Sibylla Vričić Hausmann: 3 FALTER

KDFS

Reihe Neue Lyrik - Band 14

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Sibylla Vričić Hausmann legt mit 3 FALTER ein kompositorisch ausgefeiltes Debüt vor, das sich souverän wechselnder Darstellungsformen bedient und dabei selbst den Weg der Metamorphose geht – gleichsam wie jene von Maria Sibylla Merian erforschte Raupe, die, ehe sie Falter wird, Puppe war. Dabei ist der Name Merian kein Zufall, denn der Band stellt bis in seine innere Sprachstruktur Bezüge zu Werken bedeutender Frauengestalten her. Neben der Naturforscherin Merian sind dies die mittelalterliche Schriftstellerin und frühe Frauenrechtlerin Christine de Pizan und Unica Zürn, die genialische Schöpferin von Anagrammen.

poetenladen Verlag, 2018, ISBN 978-3-940691-89-7
 

Andra Schwarz, Am morgen sind wir aus glas

KDFS

Reihe Neue Lyrik – Band 13

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Andra Schwarz legt mit dem Band Am morgen sind wir aus Glas ihr lyrisches Debüt vor. Für den darin enthaltenen Zyklus Gespinste aus Luft wurde sie mit dem Leonce-und-Lena-Preis ausgezeichnet. In den Gedichten gelingt es der Autorin von einem zentralen menschlichen und alten poetischen Thema mit großer Eindringlichkeit und Dynamik zu sprechen, urteilte die Jury. Der Zyklus rührt an, indem er das Subjekt als ich, du und Kind, als undurchschaubare Energie, aggressiv und verletzlich, als Atem, verflüchtigt und doch gefunden, als Sprung, Soldaten, Chimäre und suchende Figur in den Schlingen von Zeit und Sprache zeigt, oszillierend zwischen Schlaf und Gewehr, Gehirn und Spatz.
Ihre Gedichte öffnen in weiteren Kapiteln landschaftliche Räume: von Dörfern, Flussläufen und stehenden Gewissen ist die Rede, von einer zivilisatorisch zugerichteten Natur, wie man sie nicht zuletzt aus der Oberlausitz kennt, der Heimat der Autorin.

poetenladen Verlag, 2017, ISBN 978-3-940691-88-0
 

Róža Domašcyna, Die dörfer unter wasser sind in deinem kopf beredt. Gedichte

KDFS

Reihe Neue Lyrik – Band 12

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Róža Domašcyna ist eine Bewohnerin des poetischen Zwischenraums der Zweisprachigkeit und gehört zu den wichtigsten Stimmen der deutsch-sorbischen Dichtung. In ihrer Lyrik erweist sie sich als Wortschöpferin und Sprachspielerin, die uns in assoziative Wortwelten führt. Aber vor allem ist sie eine radikale poetische Mahnerin. Das Thema der Natur- und Kulturzerstörung, nicht zuletzt durch das großflächige Abräumen von Braunkohle in ihrer Heimat, der Oberlausitz, ist in ihren Texten gegenwärtig. Die untergegangenen Dörfer kehren in ihre Dichtung zurück:

"das land das vater und mutter trug
umgegraben gänzlich der begriff
zuhause zur floskel geworden"

poetenladen Verlag, 2016, ISBN 978-3-948305-05-5
 

Ulrike Feibig, perlicke perlacke, mein Herz schlägt

KDFS

Reihe Neue Lyrik – Band 11

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Gedichte, Collagen, Wortzaubereien – all das trifft auf die Texte Ulrike Feibigs zu. Neben der Collagen erweist sich das Spiel mit Lauten und Metren, mit Reimen und Refrainhaftem als substantiell für ihre Arbeiten. Schon der Titel beschwört – im zauberwörtlichen Sinne – jenen Bereich herauf, in dem Worte nicht nur Bilder evozieren, sondern ganze Welten real werden lassen.

»Wir collagieren, und mit Wir seien hier alle gemeint, jeder Mensch und wahrscheinlich auch jedes zumindest höhere Tier. Aus unseren Eindrücken bauen wir etwas zusammen, das wir die Welt nennen, und das wir dann wieder zerlegen, analysieren können.« Aus dem Nachwort zu Ulrike Feibigs Band.«

poetenladen Verlag, 2016, ISBN 9783940691767
 

Elke Erb, Gedichte und Kommentare

KDFS

Reihe Neue Lyrik – Band 10

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Mit dem vorliegenden Buch liegt uns eine außergewöhnliche Arbeit der 1938 in der Eifel geborenen und heute in Wuischke und Berlin lebenden außergewöhnlichen Dichterin Elke Erb vor. Sie öffnet sozusagen den Dichtraum unter und neben ihren Texten und legt ihn in Kommentaren frei.

Um eines vorauszuschicken: Es fällt schwer, den künstlerischen Kommentar von der Kunst selbst zu unterscheiden, denn wenn er gelingt, speist er sich aus der Form und wird selbst Form. Insofern könnte man vielleicht den Gedichtkommentar als jene eigene Kunstform begreifen, die diskursive mit ästhetischen Ansprüchen verbindet und der Hybridtext schlechthin ist.

Wenn in vormodernen Ästhetiken davon ausgegangen wurde, dass Kunst sich mimetisch (nachahmend) zur Natur verhalte, ist es nun der Leser, der sich auf diese Weise der Kunst, dem Gedicht widmet. Verstehen hieße also, den Bewegungen der Gedichte zu folgen, und die Kommentare sind, wenn man so will, choreografische Anweisungen. Darüber hinaus aber entfalten sie eine eigene sprachliche Schönheit.

poetenladen Verlag, 2016, ISBN 978-3-940691-72-9
 

Anne Seidel, Chlebnikov weint. Gedichte

KDFS

Reihe Neue Lyrik – Band 9

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Mit dem Titel bereits signalisiert Anne Seidels Debütband Nähe zu einem der wirkungsmächtigsten russischen Dichter und zum russischen Futurismus. Die Deterritorialisierung der Worte, eine Art Aneignung des Futurismus, führt nicht nur zu einer neuen klanglichen zarten Klarheit und einem rätselhaften Sinn, sondern verlangt auch danach, dass in diesen Texten immer mit äußerster Genauigkeit gedacht wird. Die Sichtbarkeit dieses Denkens durchzieht diese Gedichte und macht ihre Untrennbarkeit genauso aus wie das Russische, auf das immer wieder Bezug genommen wird.

»In einem gewissen Sinne wirken Anne Seidels Gedichte kryptisch. In ihrem assoziativen Verfahren gleichen Worte Schlaglichtern, die punktuell eine Szenerie erhellen oder aufscheinen lassen, osteuropäisch anmutende Kultur- und Stadtlandschaften etwa, wie es z.B. in dem bei aller Reduktion wunderbar atmosphärischen Gedicht Sankt Petersburg zu beobachten ist.« Jayne-Ann Igel

poetenladen Verlag, 2015, ISBN 978-3-940691-67-5
 

Kito Lorenc, Windei in der Wasserhose des Eisheiligen. Gedichte und Schmungks

KDFS

Reihe Neue Lyrik – Band 8

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Vor uns liegt ein Band mit neuen Gedichten des sorbisch-deutschen Dichters Kito Lorenc. Texte, die hin und wieder auf den Reim zurückgreifen, die das Liedhafte nicht verbergen und an den Sprachgrenzen arbeiten, nicht nur denen zwischen Sorbisch und Deutsch, sondern auch da, wo der Sinn ins Absurde kippt. Durchsetzt ist der Band mit Schmungks, aphoristischen Gebilden aus teils vorgefundenem Wortmaterial, widerborstigen Sentenzen.

»Kito Lorenc erzählt die sorbische Geschichte in seinen Gedichten, wo das spezielle Geschichtswissen übergegangen ist in etwas Universelles, die Ahnung. Und diese Ahnung geht, gedichtweise, das heißt: Weise des Gedichts, wiederum über ins Bild, in die Bilder, in den Klang, in die Klänge, und wird so Gegenwart, anders als die Vergegenwärtigungen selbst der lebendigsten Geschichtsschreiber.« Peter Handke

poetenladen Verlag, 2015, ISBN 978-3-940691-66-8
 

Roland Erb, Trotz aller feindlichen Nachricht

KDFS

Reihe Neue Lyrik – Band 7

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Vor Roland Erbs Gedichten spielt Geschichte, verfängt sich in den Texten, lagert sich ab. Und in den Ablagerungen erst wird sie sichtbar, verliert sie das Flüchtige und erhält erneut und verstärkt Gegenwart. Oft in alltäglichen Situationen. Dabei auch in Figurationen, die Komik nicht aussparen.

poetenladen Verlag, 2014, ISBN 978-3-940691-60-6
 

Uwe Hübner, Jäger Gejagte

KDFS

Reihe Neue Lyrik – Band 6

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Wir haben es hierbei mit einer nuancierten Großstadtpoesie zu tun, gewürzt mit Sarkasmus, galligem Humor – die Gedichte spiegeln den Alltag auf der Straße wider, reflektieren und kommentieren das Geschehen, das „lyrische Ich“ erscheint dabei als Zeitgenosse, der sich selbstironisch in diese Betrachtungen einbezieht.

poetenladen Verlag, 2013, ISBN 978-3-940691-49-1
 

Peggy Neidel, weiß

KDFS

Reihe Neue Lyrik – Band 5

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

»Es herrscht eine merkwürdige Gereiztheit. Menschen bewegen sich durch postapokalyptische Landschaften, seltsam unsicher, stets auf der Suche. Vielleicht nach sich selbst und einer Idee, wie es sein könnte. Und offensichtlich mit einem Mangel, als fehlte ihnen die Rückbindung an etwas, „woran man sich halten kann“. Peggy Neidel interpretiert dieses Nichts, das auch Brecht vor circa neunzig Jahren in seinem Lesebuch für Städtebewohner prognostizierte, auf gegenwärtige Art. Das Nichts wird zu weiß. Die Farbe, die zugleich alle Farben in sich vereint.« Jan Kuhlbrodt

poetenladen Verlag, 2013, ISBN 978-3-940691-46-0
 

Kerstin Hensel, Das gefallene Fest

KDFS

Reihe Neue Lyrik – Band 4

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

»In kunstvollen Tanzschritten und mit witzigem Temperament bewegt sich diese Lyrikerin durch die Gegenwart« Focus

poetenladen Verlag, 2013, ISBN 978-3-940691-41-5
 

Thilo Krause, Und das ist alles genug

KDFS

Reihe Neue Lyrik – Band 3

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

»Still, unaufgeregt sind die Gedichte von Thilo Krause dem Alltag auf der Spur. Kindheitswildnis, Randgebiete, verkrautete Winkel. Texte, die sich ohne viel Gepäck auf den Weg machen, die ihre Protagonisten zugleich bewahren und aufs Neue erschaffen. Geschichten in Verlangsamung, genauso schnörkellos wie überraschend. Thilo Krause genügt es, sich an die alltäglichen Dinge zu halten, sie heraufzuholen und leuchten zu lassen.« Raoul Schrott

poetenladen Verlag, 2012, ISBN 978-3-940691-39-2
 

Michael Fiedler, Geometrie und Fertigteile

KDFS

Reihe Neue Lyrik – Band 2

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

»Michael Fiedlers Methode ist der Cut. Das heißt, er arbeitet mit vorgefundenem Wortmaterial. Das macht jeder Dichter, könnte man sagen, und keiner von ihnen hat die Sprache selbst erfunden. Was Michael Fiedler aber formt, ist eben nicht Rohstoff im herkömmlichen Sinne, sondern es ist Sprache in schon geformter Gestalt. Jedes Wort ist einer Wortgruppe entnommen. Fiedler recycelt. Es entstehen aber keine recycelten Formen. Das Entstehende dabei ist originär.« Aus dem Nachwort – Jan Kuhlbrodt

poetenladen Verlag, 2012, ISBN 978-3-940691-31-6 – Band 2
 

Anne Dorn, Wetterleuchten

KDFS

Reihe Neue Lyrik – Band 1

Herausgegeben von Jayne-Ann Igel, Jan Kuhlbrodt und Ralph Lindner, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

„He, ihr alten und neuen Menschen,
entschuldigt, daß ich anklopfe und vorbeikomme
mit meinem Bauchladen – “

Partitur des Erinnerns

In ihren dichterischen Texten spiegelt sich Anne Dorns Generalthema der Trennungen, Verluste und des Sich-Wiederfindens, Bewahrens, das ohne den zeitgeschichtlichen Hintergrund eigener Lebenserfahrungen kaum denkbar ist, in sublimerer Weise als in ihrer Prosa wider. Eine Thematik, die auch vom frühen Wechsel von Ost- nach Westdeutschland zu Kriegsende geprägt ist, von der wiederholten und regelmäßigen Rückkehr in eine vertraute Fremde, die die Kindheitsorte bei und in Dresden in ihren Augen später darstellen mochten, in der Zeit der Teilung. In den Gedichten schwingen die Erfahrungshintergründe, die den Stoff der Prosaarbeiten bilden, leise mit, teilen sich mit, vielfach gebrochen, als schaute man durch ein Prisma auf diese Landschaften, die Landschaften der Kindheit wie die ihrer Reisen und jener Orte, die sie sich neu ge- und erfunden hat.

poetenladen Verlag, 2011, ISBN 978-3-940691-30-9
 

Ausgewählte Jahrbücher

Weitere ausgewählte Publikationen

Joachim Klose, Ralph Lindner, Manfred Seifert (Hrsg.), Heimat heute – Reflexionen und Perspektiven

KDFS

Die im vorliegenden Band versammelten Beiträge repräsentieren eine Auswahl aus zwei Veranstaltungen zum Thema „Heimat“, die von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, dem Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. sowie dem Bildungswerk Dresden der Konrad-Adenauer-Stiftung durchgeführt wurden. Im Zentrum steht die Suche nach neuen, angemessenen Formen des Umgangs mit den wichtigen Themenfeldern „Heimat“ und „Beheimatung“.

THELEM Verlag. Dresden 2012. ISBN 978-3-942411-64-6
 

Karl-Siegbert Rehberg, Gisela Staupe, Ralph Lindner (Hrsg.), Kultur als Chance – Konsequenzen des demografischen Wandels

KDFS

In den strukturschwachen Regionen der Bundesrepublik hat aufgrund des Bevölkerungsrückgangs ein Schrumpfungsprozess eingesetzt, der sich vor allem in sinkender Nachfrage und abnehmenden Steuereinnahmen ausdrückt. Viele soziale und kulturelle Einrichtungen wie Theater, Bibliotheken und Museen sind bereits in ihrer Arbeit eingeschränkt oder müssen Einschränkungen befürchten. Es ist absehbar, dass die demografische Entwicklung die Nutzer von Kultureinrichtungen wie deren Dichte nachhaltig verändern wird. Zugleich wachsen die Anforderungen an Kultur und Bildung. Sie sollen als Bindemittel der Gesellschaft dienen, Identitäten befördern und Randgruppen integrieren. Aber welche Kultur soll vermittelt werden? Wie kann sich die kulturelle Infrastruktur stärker an den Interessen der Nutzer orientieren? In einer Mischung aus international ausgerichteten Analysen und der Vorstellung von regional verankerten Handlungsmodellen greifen in diesem Band Wissenschaftler und Politiker in die Diskussion ein. Er will dazu beitragen, die kulturpolitischen Herausforderungen der Zukunft auf solide Fundamente zu stellen.

Böhlau Verlag. Köln 2011. ISBN 978-3-412-20681-9
 

Herta Müller, Lebensangst und Worthunger

KDFS

Im Oktober 2009, drei Wochen, nachdem bekannt wurde, daß sie den Nobelpreis für Literatur erhalten würde, stellte sich Herta Müller in Leipzig den Fragen des Schriftstellers Michael Lentz. Im Gespräch entwickelt sie zentrale ästhetische und existentielle Aspekte ihrer Arbeit. Sie macht deutlich, daß Leben und Schreiben angesichts ihrer Erfahrungen mit dem rumänischen Geheimdienst nicht mehr unabhängig voneinander zu denken waren und sind. Die Genauigkeit ihrer Poesie war und ist für sie Selbstschutz. Vor diesem Hintergrund entwickelte sie ihre detailreiche Erinnerungskunst, ihre Generationen übergreifenden Herkunfts- und Heimaterforschungen, mit denen sie dem gesellschaftlichen Status quo auf den Grund geht.

Suhrkamp Verlag. München 2010. ISBN 978-3-518-12620-2
 

Uwe Tellkamp, Die Sandwirtschaft – Anmerkungen zu Schrift und Zeit

KDFS

Gedichte - in Sinne von kurzen, nur handtellergroßen Sprachstücken - und Kurzgeschichten lägen ihm nicht, hat Uwe Tellkamp gesagt, die zeigten nur einen Weltausschnitt statt der Totalen, auf die es ankomme. Ihn interessiere das Epische, »das Weltumgreifende, der Roman als Kapsel, als Botanisiertrommel der vergangenen Zeit«. Nach dem Erscheinen seines monumentalen Romans Der Turm mutmaßten die Feuilletons über die literarischen Gewährsleute Tellkamps, man brachte Gottfried Keller, Thomas Mann und Heimito von Doderer ins Spiel. In seiner Leipziger Poetikvorlesung 2008 gibt er nun selbst ausführlich Auskunft über sein poetologisches Programm.

Suhrkamp Verlag. Frankfurt am Main 2009. ISBN 978-3-518-06999-8
 

Ingo Schulze, Tausend Geschichten sind nicht genug

KDFS

Geschichte ist uns nur in Form von Geschichten zugänglich, der Autor vermittelt zwischen den Ereignissen und der Erfahrung der Leser. Das scheint insbesondere für den großen Erzähler Ingo Schulze zu gelten: Simple Storys (1998) wurde als "erstes großes Buch der deutschen Einheit" bezeichnet, Neue Leben (2005) als Wenderoman schlechthin. Doch wie funktioniert dieses geheimnisvolle Medium, der Autor? Einen Einblick in diese black box gab Ingo Schulze in seiner Leipziger Poetikvorlesung "Tausend Geschichten sind nicht genug" (2007). Diese wird hier zusammen mit seiner aufsehenerregenden Rede "Was wollen wir?" aus Anlaß der Verleihung des Thüringer Literaturpreises dokumentiert.
Ingo Schulze, geboren 1962 in Dresden, lebt in Berlin. Zuletzt erhielt er für Handy – Dreizehn Geschichten in alter Manier den "Preis der Leipziger Buchmesse" 2007.

Suhrkamp Verlag. Frankfurt am Main 2008. ISBN 978-3-518-06966-0
 

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