Aus fast 30 Bewerbungen wurde die Künstlerin Xiaoyue Pu aus Peking für das neue Residenzprogramm ausgewählt, das in diesem Jahr erstmals von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und dem Goethe-Institut China ausgeschrieben wurde.
Am Samstag, den 30. August, wird Xiaoyue Pu sich erstmalig der Öffentlichkeit von Chemnitz in einem Artist Talk vorstellen. Mit dabei sind der Leiter des Goethe-Instituts China Robin Mallick, Robert Verch vom Klub Solitaer sowie Prof. Dr. Manuel Frey und Alexandra Meißner von der Kulturstiftung. Beginn ist 15 Uhr im Klub Solitaer e.V. in Chemnitz. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Im Anschluss sind alle Gäste zu einem kleinen Imbiss und Getränken eingeladen.
Xiaoyue Pu hat 2020 ihren Bachelor of Arts in Kunst in Wisconsin (USA) absolviert. Sie arbeitet interdisziplinär mit Fotografie, Video, Text und Skulptur. In ihren langfristig angelegten Projekten untersucht sie Geschlechter- und Machtstrukturen.
Während ihres Aufenthalts in der europäischen Kulturhauptstadt 2025 wird sich die chinesische Künstlerin auf die Spuren der textilen Industriegeschichte der Region begeben und diese in Kontext zur chinesischen Textilindustrie setzen. Im Mittelpunkt steht das Material Bambus, welcher in der chinesischen Literatur traditionell Symbol für Stärke und Reinheit ist, zugleich aber auch Ausdruck patriarchaler Ausgrenzung. In Chemnitz erhält der Bambus durch seine koloniale Einführung in den Botanischen Garten und die industrielle Textilgeschichte neue, geschlechterkritische Bedeutungsebenen. Mit Fotografie, Text und Video will Xiaoyue Pu die komplexen kulturellen, historischen und ökologischen Zusammenhänge künstlerisch sichtbar machen.
Weiterführende Informationen zum Residenzprogramm gibt es hier.
