Mit ihrem umfangreichen Stipendienprogramm fördert die Kulturstiftung hervorragende künstlerische Einzelleistungen und ermöglicht die Arbeit an neuen Vorhaben. In den Sparten Bildende Kunst, Darstellende Kunst und Musik, Literatur und Film werden jährlich rund 30 Arbeitsstipendien vergeben. 10 Residenzprogramme von Leipzig bis nach New York ermöglichen einen Orts- und Perspektivenwechsel. Zugleich agiert die Kulturstiftung als Gastgeberin für drei internationale Stipendienprogramme im Freistaat Sachsen und informiert über die Stipendienprogramme des Bundes.

Die Arbeits- und Residenzstipendien der Kulturstiftung

Die Kulturstiftung vergibt jährlich rund 45 Stipendien an sächsische Künstlerinnen und Künstler. Dazu zählen zum einen ortsunabhängige Arbeitsstipendien, die ausschließlich in den Sparten Bildende Kunst, Darstellende Kunst und Musik, Literatur und Film vergebeben werden. Diese Stipendien beinhalten eine monatliche Förderung von 1.100 Euro und werden in der Regel für 3 bis 6 Monate vergeben. Zum anderen werden in den Sparten Bildende Kunst und Literatur sogenannte Residenzstipendien vergeben. Diese Stipendien sind an einen bestimmten Ort gebunden, an dem den Stipendiatinnen und Stipendiaten neben einer monatlichen Stipendienförderung kostenlos Räumlichkeiten für die Realisierung ihres Arbeitsvorhabens zur Verfügung gestellt werden. Alle Arbeits- und Residenzstipendien werden in demselben Verfahren beantragt.

Was wird gefördert?

Mit der Vergabe eines Stipendiums fördert die Kulturstiftung hervorragende künstlerische Einzelleistungen. Voraussetzung für eine Bewerbung ist ein konkretes Arbeitsvorhaben. Kriterien für die Förderung sind insbesondere die Aussagekraft des eingereichten Arbeitsvorhabens sowie die Qualität der vorgelegten Arbeitsproben. Die Stipendien werden ausschließlich personenbezogen vergeben.

Welche Residenzprogramme gibt es?

Die Kulturstiftung vergibt Stipendienplätze in New York/ USA, Columbus/ USA, Hanoi/ Vietnam, Peking/ China, Alte Baumwollspinnerei/ Leipzig, Prag/ Tschechische Republik, Pécs/ Ungarn, Samorin/ Slowakei, Jagniatków/ Polen und Breslau/ Polen. Jedes Programm hat eigene Konditionen und entsprechend des Stipendienortes und der beteiligten Partner ein eigenes Profil. Übersichten zu den Programmen finden Sie weiter unten.

Wer entscheidet über die Förderung?

Einen Monat nach Antragsschluss beraten unabhängige Fachbeiräte über die eingegangenen Anträge und sprechen dem Vorstand der Kulturstiftung ihre Empfehlungen aus. Auf Grundlage dieser Empfehlungen trifft der Vorstand Ende November die Förderentscheidungen. Kurz darauf wird den Antragstellerinnen und Antragstellern die Entscheidung postalisch mitgeteilt.

Wer kann eine Förderung beantragen?

Antragsberechtigt sind grundsätzlich freiberuflich tätige Künstlerinnen und Künstler, die ihren Schaffensmittelpunkt oder Wohnsitz im Freistaat Sachsen haben und weder an einer Hochschule immatrikuliert sind, noch in einem Ausbildungsverhältnis stehen. Meisterschülerinnen und Meisterschüler können eine Bewerbung einreichen.

Wann kann ein Antrag gestellt werden?

Ausgeschrieben sind die Stipendien jeweils für das Folgejahr. Die Bewerbungsfrist für alle Arbeits- und Residenzstipendien endet jeweils am 01. Juli.

Kann man sich gleichzeitig auf ein Arbeits- und ein Residenzstipendium bewerben?

In den Sparten Bildende Kunst und Literatur können Sie sich gleichzeitig auf mehrere Stipendien bewerben. In diesem Fall muss das Online-Formular nur einmal ausgefüllt werden. Gegebenenfalls empfiehlt es sich, je nach Stipendium verschiedene Arbeitsvorhaben vorzustellen bzw. in der ausführlichen Beschreibung Ihres Arbeitsvorhabens Bezug auf die jeweils gewählten Stipendien zu nehmen (Motivation bzw. Vorstellung ortsbezogener Arbeitsvorhaben). In den Sparten Film, Darstellende Kunst und Musik können Sie sich nur um ein Arbeitsstipendium bewerben.

Wie wird ein Antrag gestellt?

Der Antrag erfolgt über ein Online-Formular, das spätestens am Tag des Antragsschlusses bis 23.59 Uhr übermittelt werden muss. In diesem Formular werden alle relevanten Angaben abgefragt. Zudem sind dem Antrag eine ausführliche Beschreibung des Arbeitsvorhabens, eine Vorstellung der Bewerberin/des Bewerbers sowie aussagekräftige Arbeitsproben beizufügen. Ausführliche Informationen zum Formular und den notwendigen Angaben können Sie in den Hinweisen zum Online-Antrag in unserer Förderfibel nachlesen.

Was ist von der Förderung ausgeschlossen?

Die Vergabe eines Stipendiums ist an die Bedingung gekoppelt, dass von einer anderen Institution während des Stipendienzeitraums keine analoge Förderung gewährt wird. Die Abtretung von Fördermitteln an Dritte ist ausgeschlossen. Arbeitsvorhaben, die im Rahmen eines früheren Antrags auf ein Stipendium bereits durch den Vorstand abgelehnt worden sind, dürfen grundsätzlich nicht noch einmal eingereicht werden.

Unsere Residenzstipendien im Überblick

Osteuropa-Stipendien für Autorinnen und Autoren

Jedes Jahr vergibt die Kulturstiftung fünf Residenzstipendien an sächsische Autorinnen und Autoren. Sie können sich für einen zweimonatigen Arbeitsaufenthalt am Gerhart-Hauptmann-Haus in Jagniatków/Agnetendorf oder dem Edith-Stein-Haus in Wrocław/Breslau in Polen, dem Prager Literaturhaus in der Tschechischen Republik, VerArtis im ungarischen Pécs/Fünfkirchen oder bei der At-Home-Gallery in Šamorín (Slowakei) bewerben.

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Austauschprogramm mit dem Greater Columbus Arts Council in Columbus, Ohio

Ein 1995 ins Leben gerufenes internationales Austauschprogramm zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Greater Columbus Arts Council in Columbus, Ohio bietet jedes Jahr zwei Bildenden Künstlerinnen und Künstlern aus Sachsen die Chance, für je drei Monate in den USA zu leben und vor Ort ihre Projekte umzusetzen.

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International Studio & Curatorial Program in New York City

Das ISCP ist das erste und bis heute bekannteste Artist-in-Residence Programm in den Vereinigten Staaten. Im Rahmen eines sechsmonatigen Aufenthalts beziehen Bildende Künstlerinnen und Künstler ein eigenes Studio in Brooklyn und können sich im Rahmen von zahlreichen Veranstaltungsangeboten mit der Kunstszene vor Ort vernetzen.

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Residenzprogramme in China und Vietnam

Mit zwei Stipendienprogrammen in Hanoi und Peking setzt sich die Kulturstiftung für den Ausbau des künstlerischen und kulturellen Austauschs mit Vietnam und China ein. Bildende Künstlerinnen und Künstler aus Sachsen haben die Chance, vor Ort für drei Monate in einem Atelier zu arbeiten und sich mit der lokalen Kunstszene auseinanderzusetzen. Das Programm wird in Kooperation mit den dortigen Goethe-Instituten durchgeführt.

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Atelierstipendium in der Leipziger Baumwollspinnerei

Manchmal braucht es für einen Perspektivenwechsel nicht gleich ein anderes Land, sondern einfach nur einen anderen Ort und ein großzügiges Atelier. Unter dem Motto "Heimspiel" vergibt die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in Kooperation mit Halle 14 e.V. an Bildende Künstlerinnen und Künstler jedes Jahr ein dreimonatiges Atelierstipendium in der Baumwollspinnerei Leipzig.

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Die Auslandsstipendien der Bundesregierung

Rom, Venedig und Paris

Die Bundesrepublik Deutschland fördert außergewöhnlich qualifizierte und begabte deutsche Künstlerinnen und Künstler der Sparten Bildende Kunst, Architektur, Literatur und Musik durch die Vergabe von Studienaufenthalten in Rom, Venedig und Paris. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen arbeitet eng mit den zuständigen Partnern zusammen und berät sächsische Künstlerinnen und Künstler bei der Bewerbung.

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Die Kulturstiftung als Gastgeberin

Residenzprogramm für internationale Übersetzerinnen und Übersetzer

Gemeinsam mit dem Goethe-Institut und der Alfred Toepfer Stiftung bietet die Kulturstiftung des Freistaates Sachen Übersetzerinnen und Übersetzern aus aller Welt die Möglichkeit eines sechswöchigen Arbeitsaufenthalts in Dresden-Hellerau. Betreut werden die Stipendiatinnen und Stipendiaten durch die Kulturstiftung.

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Residenzprogramm für Kuratorinnen und Kuratoren

Zusammen mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig (GfZK) vergibt die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen jährlich an junge Kuratorinnen und Kuratoren aus Mittel- und Osteuropa, Russland und Asien ein zwölfmonatiges Stipendium in der GfZK.

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Austauschprogramm zwischen Columbus, Ohio und dem Freistaat Sachsen

Im Rahmen des internationalen Künstleraustausches zwischen dem Greater Columbus Arts Council und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen haben jedes Jahr zwei Bildende Künstlerinnen und Künstler aus Columbus, Ohio die Möglichkeit, nach Dresden zu reisen und für jeweils drei Monate in einem Atelier zu arbeiten. Langjähriger Kooperationspartner vor Ort ist das Kunsthaus Raskolnikow in der Dresdner Neustadt.

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Ansprechpartner

Arbeitsstipendien Bildende Kunst und Literatur

  • Frances Lorenz
  • Sachbearbeiterin Bildende Kunst und Literatur, Gastspielförderung Bildende Kunst
  • Telefon +49 (0)351 - 88 48 032
  • frances.lorenz@kdfs.de

Arbeitsstipendien Darstellende Kunst und Musik

  • Angelica Burkhardt
  • Sachbearbeiterin Darstellende Kunst und Musik, Gastspielförderung Freie Theater
  • Telefon +49 (0)351 - 88 48 014
  • angelica.burkhardt@kdfs.de
  • Johannes Schiel
  • Stellv. Stiftungsdirektor, Referent Darstellende Kunst und Musik, Recht und Verwaltung
  • Telefon +49 (0)351 - 88 48 024
  • johannes.schiel@kdfs.de

Arbeitsstipendien Film

  • Robert Grahl
  • Referent Film, Soziokultur, Spartenübergreifende Projekte, Koordination des Projektbereichs
  • Telefon +49 (0)351 - 88 48 019
  • robert.grahl@kdfs.de
  • Anja Packbier
  • Sachbearbeiterin Soziokultur, Film, Spartenübergreifende Projekte
  • Telefon +49 (0)351 - 88 48 022
  • anja.packbier@kdfs.de

Residenzprogramme

  • Frances Lorenz
  • Sachbearbeiterin Bildende Kunst und Literatur, Gastspielförderung Bildende Kunst
  • Telefon +49 (0)351 - 88 48 032
  • frances.lorenz@kdfs.de
  • Alexandra Schmidt
  • Referentin Programmförderung und Kommunikation, Koordination Programmbereich
  • Telefon +49 (0)351 - 88 48 015
  • alexandra.schmidt@kdfs.de