Der Musikinstrumentenfonds wurde im Jahr 2000 von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen begründet und unterstützt seither junge Musikerinnen und Musiker durch die Leihgabe von wertvollen Meisterinstrumenten. Mit der Errichtung des Fonds wurden die ersten beiden Violinen erworben und übergeben. Bis heute ist der Bestand auf 14 Instrumente gewachsen.

Förderung junger Talente

Mit dem Programm, das sich an Absolventinnen und Absolventen der Sächsischen Musikhochschulen und Preisträger und Preisträgerinnen von »Jugend musiziert« wendet, stehen begabten sächsischen Nachwuchstalenten wertvolle Instrumente für einen Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung. Eine Verlängerung um weitere zwei Jahre ist möglich. Ziel des Musikinstrumentenfonds ist es, jungen Musikerinnen und Musikern den Einstieg in eine professionelle Karriere durch die Nutzung eines hervorragenden Instruments zu erleichtern. Als Stipendiatinnen und Stipendiaten können sich insbesondere junge Absolventinnen und Absolventen oder Studierende an den sächsischen Musikhochschulen, Mitglieder des Landesjugendorchesters Sachsen, hochbegabte Musikschülerinnen und Mitschüler und Preisträgerinnen und Preisträger von Jugendmusikwettbewerben wie »Jugend musiziert« bewerben.

Mit dem Engagement für junge Musikerinnen und Musiker will die Kulturstiftung auch auf die traditionsreichen Handwerksstrukturen des Instrumentenbaus im Freistaat Sachsen aufmerksam machen und die hohe Qualität der Fertigung noch stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken.
 

Unsere Meisterinstrumente

Der Musikinstrumentenfonds verfügt über eine historische Violine und dreizehn weitere Instrumente, die vorrangig durch sächsische Instrumentenbauer für die Kulturstiftung gefertigt wurden. Im Einzelnen sind dies:

  • Violine des Geigenbauers Nicolas Augustin Chappuy, Paris um 1750/60
  • Violine des Geigenbaumeisters Albrecht Franz, Leipzig, 2000
  • Violoncello, venezianisches Modell, des Geigenbaumeisters Ekkard Seidl, Markneukirchen, 1999
  • Violoncello, Modell nach Guaneri, des Geigenbaumeisters Ehrfried Wunderlich, Wohlhausen/ Markneukirchen, 2006
  • Viola, eigenes Modell, Korpuslänge 413 mm, des Geigenbaumeisters Ekkard Seidl, Markneukirchen, 2007
  • Viola, eigenes Modell, Korpuslänge 405 mm, des Geigenbaumeisters Jürgen Manthey, Leipzig, 2008
  • Englischhorn, Solistenmodell, Vollautomatik, Gebrüder Mönnig, Holzblasinstrumentenbau Markneukirchen, 2007
  • Kontrabass, 4/4 Alfred Meyer Modell, Gambenform, 4saitig, Alfred Meyer Meisterkontrabässe, Markneukirchen, 2007
  • Konzert-Cembalo, J.C. Neupert Modell Blanchet, zweimanualig, Bamberg, 2000
  • August Förster-Flügel, Modell 190, Löbau, 2010
  • Lätzsch Bassposaune, Modell SL 580, Goldmessing, 2012
  • S.E. Shires B II 2 R 10 Bassposaune (Jazz), 2012
  • Konzertgitarre Christoph Sembdner, Thomas Fellow Signature, zwei Tonabnehmersysteme, 2013
  • Baritonsaxophon „Yanagisawa B 902“, 2015

Das Konzert-Cembalo J.C. Neupert und der August Förster-Flügel sind dem Sächsischen Musikrat e.V. als Dauerleihgabe zur Nutzung in der Landesmusikakademie Sachsen auf Schloss Colditz zur Verfügung gestellt worden.

Stipendiatinnen und Stipendiaten

Die Instrumente werden aktuell von folgenden Stipendiatinnen und Stipendiaten der Kulturstiftung gespielt:

  • Annemarie Hoffmann, Jahrgang 2000, Musik- und Kunstschule »Ottmar Gerster« und Mitglied im Landesjugendorchester Sachsen (Violine Nicolas Augustin Chappuy)
  • Anna Quitzke, Jahrgang 2002, Sächsisches Landesgymnasium für Musik »Carl Maria von Weber« Dresden, Mitglied im Jungen Sinfonieorchester des Landesgymnasiums (Violine Albrecht Franz)
  • Konstanze Pietschmann, Jahrgang 2000, Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig und Mitglied im Jugendsinfonieorchester Leipzig (Violoncello, Ehrfried Wunderlich)
  • Friederike Wischnewski, Jahrgang 2002, Thomasschule, Gymnasium der Stadt Leipzig und Musikschule Johann Sebastian Bach (Englischhorn, Gebrüder Mönnig)
  • Matthias Denecke, Jahrgang 2000, Musik- und Kunstschule »Ottmar Gerster« und Mitglied im Landesjugendorchester Sachsen (Kontrabass, Alfred Meyer)
  • Greta Heimann, Jahrgang 2005, Friedrich-Schiller-Gymnasium Pirna, Sinfonieorchester der Musikschule Sächsische Schweiz (Violoncello, Ekkard Seidl)
  • Edna Brox, Jahrgang 2004, Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden, Mitglied im Landesjugendorchester (Viola Jürgen Manthey)
  • Clara-Hélène Stangorra, Jahrgang 2001, Mitglied im Bundesjugendorchester und Verbier Festival Junior Orchestra (Viola Ekkard Seidl)
  • Gregor Littke, Jahrgang 1995, Student an der Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« Dresden (Bassposaune S.E. Shires)
  • Fritz Vogel, Jahrgang 2003, Sächsisches Landesgymnasium für Musik »Carl Maria von Weber« Dresden, Mitglied des Jungen Sinfonieorchesters Dresden (Lätzsch Bassposaune)
  • Victor Stryapin, Jahrgang 2004, Friedrich-Schiller-Gymnasium Leipzig (Konzertgitarre Christoph Sembdner)
  • Victoria Müller, Jahrgang 2002, Robert-Schumann-Konservatorium Zwickau, Mitglied im Jugend-Jazzorchester Sachsen (Baritonsaxophon „Yanagisawa B 902«)

Geförderte Stipendiatinnen und Stipendiaten

Eva Jahn mit der Viola Jürgen Manthey

Eva Jahn mit Viola Jürgen Manthey

Clara-Hélène Stangorra mit der Viola Ekkard Seidl

Clara-Hélène Stangorra mit Viola Ekkard Seidl

Gregor Littke mit der Bassposaune S.E. Shires

Gregor Littke mit Bassposaune S.E. Shires

Lydia Stettinius mit der Violine Nicolas Augustin Chappuy

Lydia Stettinius mit Violine Nicolas Augustin Chappuy

Drei Stipendiatinnen spielen ihr Instrument

Übergabe von drei Meisterinstrumenten, Juli 2016

Philipp Adam mit der Konzertgitarre Christoph Sembdner

Philipp Adam mit Konzertgitarre Christoph Sembdner

Matthias Denecke mit dem Kontrabass Alfred Meyer

Matthias Denecke mit Kontrabass Alfred Meyer

Zwei Musiker*innen eines Orchesters während eines Auftritts

Annemarie Hoffmann, Stipendiatin der Violine Nicolas Augustin Chappuy

Ansprechpartner

Ansprechpartner

  • Johannes Schiel
  • Stellv. Stiftungsdirektor, Referent Darstellende Kunst und Musik, Recht und Verwaltung
  • Telefon +49 (0)351 - 88 48 024
  • johannes.schiel@kdfs.de

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