US-amerikanischer Filmemacher Drew Johnson zu Gast in Dresden

Filmvorführung am 2. Juni im Thalia Kino Dresden und Open Studio am 11. Juni in der Galerie Raskolnikow. Eintritt frei.

Mann mit kurz geschorenem Haar sitzt vor neutralem Hintergrund

Der in Ohio ansässige Filmemacher Drew Johnson ist in diesem Jahr als Stipendiat der Kulturstiftung im Rahmen des Austauschprogramms zwischen dem Freistaat Sachsen und dem Greater Columbus Arts Council zu Gast in Dresden. Johnson, der für seine unkonventionelle Herangehensweise beim Filmemachen bekannt ist, verfolgt einen unabhängigen künstlerischen Ansatz und setzt sich für originelle Geschichten ein, die außerhalb der traditionellen Filmindustrie entstehen.

Während seiner Residenz in Dresden entwickelt er einen Dokumentarfilm, der Vergleiche zwischen seiner Heimatstadt Columbus und Dresden anstellt: zwei Orten, die Mitte des 20. Jahrhunderts bedeutende strukturelle und demographische Veränderungen erlebt haben. Das Filmprojekt untersucht, wie die einzelnen Städte durch den Wiederaufbau geprägt wurden und wie diese Geschichte ihre heutige Identität weiterhin beeinflusst.

Am Donnerstag, dem 11. Juni, lädt Drew Johnson von 19 bis 21 Uhr zum Open Studio in die Galerie Raskolnikow ein. Er wird dort sowohl seine früheren Arbeiten als auch sein aktuelles Projekt präsentieren.

Darüber hinaus zeigt Johnson am Dienstag, dem 2. Juni, um 19 Uhr im Kino Thalia Dresden seinen noch unveröffentlichten Dokumentarfilms The Bulldogs. Der Film begleitet die Bewohner einer kleinen ländlichen Gemeinde in East Palestine, Ohio, auf ihrem unsicheren Weg zurück zur Normalität, nachdem eine Zugentgleisung mit giftigen Stoffen ihre Gemeinde erschüttert hat. Der Film kommt diesen Herbst in den Vereinigten Staaten in die Kinos. 

Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei. 

Drew Johnson ist einer von zwei Stipendiaten aus Ohio, die 2026 auf Einladung der Kulturstiftung nach Sachsen kommen. Im Sommer folgt die Tänzerin Quianna Simpson. Betreut werden beide durch das Kunsthaus Raskolnikow in Dresden, das das Austauschprogramm seit mehr als 30 Jahren begleitet.

 

Über das Austauschprogramm

Bereits 1994 legte das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst zusammen mit dem Greater Columbus Arts Council in Ohio, USA den Grundstein für ein überaus erfolgreiches internationales Austauschprogramm, in dessen Rahmen jedes Jahr zwei US-amerikanische Künstlerinnen und Künstler nach Sachsen kommen und im Gegenzug zwei sächsische Künstlerinnen und Künstler nach Columbus im Bundesstaat Ohio entsandt werden. Seit 2012 ist das Programm Teil der internationalen Stipendienprogramme der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Aus Sachsen wurden in diesem Jahr die Videokünstlerin Stefanie Schroeder und die Bildende Künstlerin Virginia Lorenzetti für je eine dreimonatige Residenz in Columbus, Ohio ausgewählt.