Die von der Kulturstiftung gemeinsam mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und unter Beteiligung der Technischen Universität Dresden veranstalteten Winckelmann-Vorlesungen wenden sich nicht nur an Fachgelehrte, sondern an ein größeres, kunstinteressiertes Publikum.
Diese Zielsetzung steht im Einklang mit den Ideen des Namensgebers Johann Joachim Winckelmann, der nicht nur Gelehrter war, sondern dem es in vorbildhafter Weise gelang, Kunstwerke über deren Beschreibung einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln.
Im Spätherbst 2011 war Frau Professor Bénédicte Savoy, Professorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin zu Gast in Dresden. Sie forscht u.a. zum Kunstraub in Europa während der Napoleonischen Kriege sowie zur Entstehung des Kunstmuseums seit dem 18. Jahrhundert. Als Kuratorin der Ausstellung „Napoléon und Europa. Traum und Trauma“ in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn (2010/11) hat sie den nachhaltigen Einfluss Napoleons auf Europa untersucht. In ihrem Vortrag brachte Bénédicte Savoy diese verschiedenen Ansätze zusammen und schlug den Bogen zur Antikenbegeisterung um 1800, die ohne Johann Joachim Winckelmann kaum denkbar gewesen wäre.