Karl-Heinz Bohrer als Gast der „Leipziger Poetikvorlesungen“

Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und das Deutsche Literaturinstitut der Universität Leipzig setzten das 2007 unter dem Titel „Schreibweisen der Gegenwart – Leipziger Poetikvorlesungen“ begonnene Gemeinschaftsvorhaben 2015 mit dem Publizisten und Literaturwissenschaftler Karl-Heinz Bohrer fort.

Karl Heinz Bohrer, 1932 in Köln geboren, war von 1982 bis zu seiner Emeritierung 1997 Professor für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Ästhetik an der Universität Bielefeld. Von 1968 bis 1974 arbeitete er für die Frankfurter Allgemeine Zeitung als verantwortlicher Redakteur des Literaturteils und von 1975 bis 1981 als ihr Korrespondent in London. Von 1984 bis 2011 war er Herausgeber des Merkur. Seit 2011 ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Er lebt in London und lehrt seit 2003 als Visiting Professor an der Stanford University. Karl Heinz Bohrer ist einer der bedeutendsten Ästhetiker und Literaturtheoretiker der letzten Jahrzehnte. Im internationalen Maßstab provokativ nach der Signatur der Zeit fragend, gingen von ihm wesentliche Impulse eines ästhetischen Denkens aus.

Die Vortragsreihe ergänzt das literarische Leben in Leipzig und Sachsen. Ziel der Vorlesungen ist es, über die Lebens- und Schreiberfahrung und die Poetik des ausgewählten Autors Auskunft zu geben. Ihren Auftakt hatten die Leipziger Poetikvorlesungen im Jahr 2007 mit Ingo Schulze, 2012 war Herbert Grönemeyer zu Gast in Leipzig. Mit dem erfolgreichen Vortrag von Karl-Heinz Bohrer wurde die Reihe abgeschlossen.