Kulturprojekte mit Drittstaaten

Das Programm KULTUR (2007-2013) fördert die grenzüberschreitende Mobilität von Kulturschaffenden und Künstlern, die grenzüberschreitende Verbreitung von Kulturerzeugnissen und Kunstwerken sowie den interkulturellen Dialog. Gefördert werden kulturelle Organisationen wie Theater, Museen und Kulturinstitute. Sie erhalten finanzielle Unterstützung, um grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten und kulturelle und künstlerische Aktivitäten über die Grenzen hinweg zu initiieren und durchzuführen. Neben den mehrjährigen Kooperationsprojekten (3-5 Jahre) und kleineren Kooperationsprojekten (1-2 Jahre) mit den Programmländern (dies sind die 27 EU-Mitgliedsländer, die Länder des Europäischen Wirtschaftsraums Island, Liechtenstein und Norwegen, die drei offiziellen Beitrittsländer Kroatien, Türkei und Mazedonien sowie Serbien), gibt es die Möglichkeit, kulturelle Projekte mit sog. Drittländern durchzuführen. Die ausgewählten Drittländer der aktuellen Ausschreibungsrunde sind: Armenien, Weißrussland, Ägypten, Georgien, Jordanien, Moldova, palästinensische Gebiete, Tunesien und die Ukraine. Die EU möchte mit dieser Förderkomponente zur Kooperation zwischen Kulturorganisationen aus Programmländern und Kulturakteuren aus den Drittländern anregen. Zudem sollen die Projekte zur besseren Kenntnis der europäischen Kultur in den betreffenden Drittländern beitragen. Die aktuelle Ausschreibung spricht vor allem Organisationen an, die bereits eine Idee für Kulturprojekte mit einem der genannten Drittländer haben und auf internationale Partnernetzwerke zurückgreifen können. Die Frist zur Einreichung von Vorschlägen der aktuellen Ausschreibungsrunde endet bereits am 3. Mai 2010. Bei der Projektplanung ist zu beachten, dass im Projektverbund mindestens drei Partner aus drei verschiedenen Programmländern und mindestens eines der ausgewählten Drittländer vertreten sein müssen. Der EU-Zuschuss beträgt mindestens 50.000 EUR und maximal 200.000 EUR für den zweijährigen Projektzeitraum. Dabei beträgt der EU-Finanzierungsanteil maximal 50 % der förderfähigen Gesamtkosten.

Die Antragsunterlagen erhalten Sie auf der Webseite der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur Wichtiges Referenzdokument ist der aktuelle Programmleitfaden. Zur Beurteilung ihrer Projektidee empfiehlt es sich, die Beispielprojekte der letzten Ausschreibungsrunde einzusehen

Aktive Europäische Erinnerung

Gefördert werden Projekte, die das Gedenken an und die Auseinandersetzung mit Nationalsozialismus und Stalinismus zum Ziel haben. Diese Projekte sollten der Erhaltung bestehender Gedenkstätten, der Reflexion oder der Bildung von Netzwerken dienen. Förderfähig sind entweder Veranstaltungen oder die Produktion und Verbreitung von Websites, Publikationen, Studien oder anderen Bildungsmaterialien, die diesen Zielen dienen. Veranstaltungen werden mit Pauschalbeträgen pro Teilnehmer/in bezuschusst, die je nach dem Land, in dem die Veranstaltung stattfindet, variieren. Bei Publikationen oder anderen Produktionen wird der Zuschuss auf der Grundlage eines Kosten- und Finanzierungsplanes berechnet. Er kann bis zu 60% der förderfähigen Kosten betragen und muss zwischen 10.000,- und 55.000,- Euro liegen. In beiden Fällen kann die Projektlaufzeit bis zu 12 Monate betragen. Einsendeschluss ist der 30.04.2010.

Der Antrag ist bei der Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur einzureichen.
Die Kontaktstelle »Europa für Bürgerinnen und Bürger« in Bonn steht zur Antragsberatung zur Verfügung.

Recherchestipendien für Autoren

Das Förderprogramm „Grenzgänger“, das die Robert Bosch Stiftung gemeinsam mit dem Literarischen Colloquium Berlin durchführt, wird zum 30. April 2010 erneut ausgeschrieben. Wer Mittel-, Ost- und Südosteuropa oder China entdecken will, wer eine deutschsprachige Veröffentlichung plant und auf Recherchereise Richtung Osten aufbrechen möchte, kann sich um Förderung bewerben. Gesucht werden Autoren, die Informationen aus erster Hand sammeln und authentische Orte besuchen und einen eigenen Blick wagen wollen. Die Veröffentlichungen sollen ein breites Publikum erreichen können, zu Diskussionen anregen und zu mehr Verständnis für die Länder Mittel-, Ost- und Südosteuropas sowie China beitragen. Willkommen sind literarische und essayistische Prosa, Foto(text)bände, Kinder- und Jugendbücher, aber auch Drehbücher für Dokumentarfilme und Hörfunkbeiträge.

Ausführliche Informationen und die aktuellen Bewerbungsunterlagen