Sachsen fördert 99 Kulturvorhaben über Kleinprojekteprogramm

Kunstministerin Dr. Stange: „Kleine Kulturprojekte auf dem Land sorgen für Miteinander und Vielfalt jenseits der Großstädte“

Als voller Erfolg erwies sich das vom sächsischen Kunstministerium und der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen erstmals in diesem Jahr aufgelegte Förderprogramm zur Unterstützung von Kleinprojekten aus Kunst und Kultur. In drei Phasen wurden seit Juni 2019 rund 100 Vorhaben mit einem Volumen von rund 300.000 Euro gefördert. Die Nachfrage war weitaus höher. Insgesamt waren bei der Kulturstiftung 279 Anträge mit einem Volumen von über 970.000 Euro eingegangen. Für eine Fortsetzung des Programms sind im kommenden Jahr Mittel im Haushalt eingestellt.

„Es ist sehr befriedigend zu sehen, wie groß der Nutzen und die Freude über vergleichsweise kleine Fördersummen sind. Wir haben mit dieser Kleinprojekteförderung einen Nerv der Akteure von Kunst und Kultur getroffen“, erklärt Sachsens Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange. Sie ergänzt: „Viele wichtige kulturelle Vorhaben sind zu klein, um über die Spartenförderung der Kulturstiftung oder die Fördermöglichkeiten der Kulturräume finanzielle Hilfe zu bekommen. Deshalb haben wir uns zur Auflage des Kleinprojektefonds entschlossen. Mit einfacher Antragstellung kann den Projektträgern unbürokratisch, schnell und flexibel geholfen werden. So konnten vor allem Vorhaben im ländlichen Raum unterstützt und Konzerte, Ausstellungen, Kurse ermöglicht werden. Das ist enorm wichtig für das Zusammenleben und den Zusammenhalt jenseits der Großstädte. Kultur entfaltet mit diesen kleinen Projekten ihre große integrative Kraft.“ Die Ministerin danke der Kulturstiftung und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die schnell und umsichtig die Zuwendungen für die mit Antragstellungen oft unerfahrenen Träger bewertet und bewilligt haben.

Dr. Manuel Frey, Direktor der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen, betont: „Es ist ein Ziel der Kulturstiftung, Kunst- und Kulturakteure in den ländlichen Regionen Sachsens noch stärker zu unterstützen. Mit dem neuen Programm unterstreichen wir unser Förderanliegen und gewinnen zusätzlich engagierte Projektpartner für Kunst und Kultur.“ In der dritten Programmphase, deren Zuwendungen jetzt an 19 Vorhaben übergeben werden, standen erneut 50.000 Euro zur Verfügung. Die gingen wie schon in den vorherigen Phasen an Kunst- und Kulturprojekte im ländlichen Raum. Das waren und sind Theaterprojekte, Ausstellungen, klassische Konzerte, Bandauftritte, Chormusik, Lesungen, Filmvorführungen, kulturelle Kinder- und Jugendprojekte, Workshops sowie Anschaffungen als Grundlage für kulturelle Veranstaltungen kleiner Vereine.

Wesen der Kleinprojekteförderung war es, dass Antragsteller mit vergleichsweise geringem Aufwand und außerhalb der üblichen Antragsfristen eine Förderung in Höhe von maximal 5.000 Euro erhalten konnten. In begründeten Ausnahmefällen war auch eine Förderung bis zu 10.000 Euro möglich. Dafür stand zunächst ein Gesamtbudget von 200.000 Euro zur Verfügung, das zwei Mal um je 50.000 Euro erweitert worden war.

Die Maßnahmen werden mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

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