Dea Loher hält die 8. Leipziger Poetikvorlesung am 31. Oktober 2014

Das Deutsche Literaturinstitut der Universität Leipzig und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen setzen das 2007 unter dem Titel „Schreibweisen der Gegenwart – Leipziger Poetikvorlesungen“ begonnene Gemeinschaftsvorhaben in diesem Jahr mit der Berliner Autorin Dea Loher fort. „Dea Loher ist die weltweit erfolgreichste deutsche Dramatikerin“, begründet Prof. Josef Haslinger die Wahl. „Ihre mit poetischem Feinsinn geschriebenen Stücke handeln von der Suche nach dem richtigen Leben in einer aus dem Lot geratenen Welt.“

„Die Leipziger Poetikvorlesungen sind mittlerweile zu einem bedeutenden Literaturereignis in Leipzig geworden“, sagt Stiftungsdirektor Ralph Lindner. „Als Messe- und Verlagsstadt sowie als Lebensmittelpunkt zahlreicher Autoren ist Leipzig ein Zentrum der deutschen Gegenwartsliteratur. Wir wollen mit dieser Veranstaltung für die zeitgenössische Literatur in Sachsen werben.“

Ihren Auftakt hatten die Leipziger Poetikvorlesungen im Jahr 2007 mit Ingo Schulze, 2009 war die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller zu Gast in Leipzig, Herbert Grönemeyer 2012 und im letzten Jahr Hartmut Lange.

Die öffentliche Vorlesung findet am 31. Oktober 2014 um 18.00 Uhr im Festsaal des Alten Leipziger Rathauses statt. Zusätzlich zur Poetikvorlesung wird es am 1. November 2014 um 19.00 Uhr im Deutschen Literaturinstitut eine Lesung mit anschließendem Gespräch zwischen Hans-Ulrich Treichel und Dea Loher geben. Zu beiden Veranstaltungen sind alle Literaturinteressierten herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die „Schreibweisen der Gegenwart - Leipziger Poetikvorlesungen“ sind eine Gemeinschaftsveranstaltung des Deutschen Literaturinstituts Leipzig und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Unterstützt werden die Leipziger Poetikvorlesungen vom Kulturamt der Stadt Leipzig.

Die Termine im Überblick

1) Leipziger Poetikvorlesung am 31.10.14, 18.00 Uhr
Altes Rathaus, Markt 1, 04109 Leipzig

Grußworte:
Ulf Großmann, Präsident der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Josef Haslinger, Professor am Deutschen Literaturinstituts Leipzig

Vorlesung:
Dea Loher

2) Dea Loher liest und spricht mit Hans-Ulrich Treichel am 01.11.14, 19.00 Uhr
Deutsches Literaturinstitut Leipzig, Wächterstraße 34, 04107 Leipzig

Kontakt
Deutsches Literaturinstitut Leipzig
Wächterstraße 34
04107 Leipzig
Telefon 0341 97 30 300
dll@uni-leipzig.de
www.deutsches-literaturinstitut.de

Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Karl-Liebknecht-Straße 56
01109 Dresden
Telefon 0351 884 8015
kulturstiftung@kss.smwk.sachen.de
www.kdfs.de

Zur Biographie Dea Loher
Dea Loher, 1964 in Traunstein geboren, studierte in München Philosophie, Germanistik und Szenisches Schreiben an der Hochschule der Künste Berlin, wo sie seit 1989 lebt und als Autorin arbeitet. Sie schrieb zahlreiche Theaterstücke wie ‚Tätowierung’ (UA 1992), ‚Adam Geist’ (UA 1998), ‚Das letzte Feuer’ (UA 2008) und war an international renommierten Staatstheatern tätig. Ihre Dramen sind in über 15 Sprachen übersetzt und werden in aller Welt gespielt. Für ihr Schaffen wurde Dea Loher vielfach mit Preisen ausgezeichnet. 2013 wurde sie in die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung aufgenommen.

Stimmen zu Dea Loher
„Heute gehört Loher, 47, zu Deutschlands erfolgreichsten und meistgespielten Theaterautoren. Die Geschichten, die hier erzählt werden, gehen allesamt von realen Ereignissen aus. […] Zu Literatur aber wird das alles erst durch den behutsam eindringlichen Erzählton von Dea Loher, der die Fakten erhebt und sanft in Fiktion übergehen lässt.“ Volker Hage 2012, DER SPIEGEL

„Dea Lohers Werk lässt sich auf handliche Begriffe nicht bringen. Sie ist unübersehbar eine politische Schriftstellerin - doch predigt sie ihrem Publikum kein politisches Programm. Sie setzt die große Tradition der deutschen Geschichts-Dramatik fort - doch auf den ersten Blick scheint in ihren Stücken Geschichte gar nicht vorzukommen. Sie ist eine Moralistin, die fragt, wie man das richtige Leben lebt oder zumindest das falsche Leben vermeidet.“ Uwe Wittstock, 2006, Die Welt

„Ohne Larmoyanz und Sozialkitsch, aber mit der enormen Bandbreite ihres dramatischen Realismus, zeigt Dea Loher das Sein, das Nichts, und die Schatten, die dabei entstehen: Kein Wort zuviel, kein Blick daneben. Alles liegt offen, alles bleibt offen.“ Irene Bazinger, 2005, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Weitere Informationen: Dr. Manuel Frey, Tel. 0351/8848015

Cookie Hinweis:

Diese Seite verwendet Cookies, um Ihnen bestmögliche Funktionalität zu bieten. Für weitere Informationen lesen Sie bitte unsere Datenschutzerklärung.