Kulturstiftungen geben Studie zur Literaturvermittlung in Dresden in Auftrag

Die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen haben gemeinsam eine Studie in Auftrag gegeben, um mehr über die Möglichkeiten und Bedingungen der Literaturvermittlung in Dresden zu erfahren. Den Ausgangspunkt bildet die Erkenntnis, dass die aktuelle Bedeutung der Landeshauptstadt als Verlagsstandort und Arbeitsplatz bedeutender Gegenwartsautoren sowie als Zentrum einer literaturinteressierten und engagierten Öffentlichkeit oft unterschätzt wird.

Beide Stiftungen fördern seit Jahren in erheblichem Umfang literarische Vorhaben in Dresden. Sie vergeben Stipendien an begabte Autoren, fördern Buchprojekte, Lesereihen oder Festivals. »Dabei zeigt sich immer wieder, dass die Literatur in Dresden nicht den Platz im öffentlichen Bewusstsein der Stadt einnimmt, der ihr aufgrund ihrer Traditionen und der heutigen Erfolge sächsischer Autoren zusteht«, so Ralph Lindner, Direktor der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

»Wir wollen verstehen, wo die Gründe dafür liegen und wie man der Literatur in Dresden gegebenenfalls zu einer größeren Sichtbarkeit verhelfen kann«, so Ralf Suermann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, zu den Zielen der Studie.

Ein Beweggrund für das Engagement der beiden Stiftungen ist nicht zuletzt die seit Jahren anhaltende Debatte um die Einrichtung eines Dresdner Literaturhauses. »Gerade vor dem Hintergrund der oftmals sehr emotional geführten Diskussion um die Situation der Literatur in Dresden ist es wichtig, sich zunächst mit der Faktenlage zu beschäftigen«, so Ralph Lindner.

Die Studie soll im Sommer 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Für Nachfragen: Dr. Manuel Frey, 0351/8848015