„Selbsporträts als Programmbilder der Moderne bei Otto Dix und Max Beckmann“. Uwe M. Schneede hält Winckelmann-Vorlesung

Professor Dr. Uwe M. Schneede, ehemaliger Direktor der Hamburger Kunsthalle, hält die diesjährige Winckelmann-Vorlesung im Dresdner Residenzschloss. Er fragt nach der Bedeutung der zahlreichen, besonders markanten Selbstbildnisse von Otto Dix und Max Beckmann. Diese in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts entstandenen Selbstporträts stehen exemplarisch für die Rolle dieser Bildgattung in der Klassischen Moderne. Sie dienten nicht alleine der Selbstdarstellung oder der Demonstration des künstlerischen Selbstverständnisses, sondern sie zeigen darüber hinaus den jeweiligen Stand der künstlerischen Programmatik dieser für die Entwicklung der Kunst im 20. Jahrhundert so wichtigen Maler und Grafiker. „Die Selbstporträts sind also gewissermaßen Seismographen ihrer künstlerischen Entwicklung“, so Professor Schneede.

Die Reihe der Winckelmann-Vorlesungen ist der Erinnerung an den großen Archäologen, Kunsttheoretiker und Begründer der modernen Kunstgeschichte, Johann Joachim Winckelmann, gewidmet. Winckelmann wirkte ab 1747 für einige Jahre als Bibliothekar auf Schloss Nöthnitz bei Dresden.

Die Winckelmann-Vorlesung findet am Mittwoch, 8. Dezember, um 18.30 Uhr in der Fürstengalerie des Residenzschlosses statt. Der Eingang befindet sich in der Sophienstraße, der Eintritt ist frei.

Zeit: Mittwoch, 8.12.2010, 18.30 Uhr Ort: Residenzschloss, Fürstengalerie (Eingang Sophienstraße) Gast: Prof. Dr. Uwe M. Schneede, ehem. Direktor der Hamburger Kunsthalle Thema: „Selbstporträts als Programmbilder der Moderne bei Otto Dix und Max Beckmann.“

Die Winckelmann-Vorlesungen sind eine Gemeinschaftsveranstaltung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, fachlich unterstützt vom Bereich Kunstgeschichte der TU Dresden.