Harry Rowohlt hält die 4. Leipziger Poetikvorlesung am 31. Oktober 2010

Das Deutsche Literaturinstitut der Universität Leipzig und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen setzen das 2007 unter dem Titel „Schreibweisen der Gegenwart – Leipziger Poetik­vorlesungen“ begonnene Gemeinschaftsvorhaben in diesem Jahr mit Harry Rowohlt fort. „Sein Verdienst, darüber gibt es keinen Zweifel, liegt vor allem in den literarisch anspruchsvollen Übersetzungen. Sie sind selbst eine genuine literarische Leistung. Harry Rowohlt hat dafür neben Übersetzerpreisen auch zahlreiche Literaturpreise erhalten. Wir wollen die Leipziger Poetikvorlesungen daher auch für die anspruchs­volle literarische Übersetzung öffnen, weil Übersetzer für die Gegenwartsliteratur, die sich kaum noch an nationalen Traditionen orientiert, von zentraler Bedeutung sind“, so Josef Haslinger, Professor am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Die Vortragsreihe ergänzt das literarische Leben in Leipzig und Sachsen. Ziel der Vorle­sungen ist es, über die Lebens- und Schreiberfahrung und die Poetik des ausge­wählten Autors Auskunft zu geben. Ihren Auftakt hatten die Leipziger Poetikvorle­sungen im Jahr 2007 mit Ingo Schulze, im vergangenen Jahr war die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller zu Gast in Leipzig.

Die öffentliche Vorlesung findet am 31. Oktober 2010 um 18.00 Uhr im Festsaal des Alten Leipziger Rathauses statt. Außerdem wird Harry Rowohlt sich im Literaturinstitut in einem eigenen Workshop mit den dortigen Studenten austauschen.

Die Kulturstiftung will mit den Leipziger Poetikvorlesungen für die zeitgenössische Literatur in Sachsen werben. Die Leipziger Poetikvorlesungen heben die Bedeutung des Literaturinstituts für die Stadt Leipzig und für den Freistaat Sachsen hervor. Als Verlagsstadt, Ort der Leipziger Buchmesse und Lebensmittelpunkt zahlreicher Autoren ist Leipzig ein wichtiges Zentrum der deutschen Gegenwarts­literatur.

Die „Schreibweisen der Gegenwart - Leipziger Poetikvorlesungen“ sind eine Gemein­schaftsveranstaltung des Deutschen Literaturinstituts Leipzig und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Hauptpartner ist das BMW Werk Leipzig. Gefördert werden die Leipziger Poetikvorlesungen vom Kulturamt der Stadt Leipzig. Unterstützt werden die Leipziger Poetikvor­lesungen darüber hinaus von der Leipziger Buchmesse und Culturtraeger.

Termin: Leipziger Poetikvorlesung am 31.10.10, 18:00 Uhr, Altes Rathaus, Markt 1, 04109 Leipzig

Die Veranstaltung ist öffentlich und eintrittsfrei. Allerdings ist die Zahl der Sitzplätze begrenzt. (Einlass eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn, 17 Uhr)

Grußworte:
Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig Prof. Dr. Hans-Ulrich Treichel, Direktor, Deutsches Literaturinstitut Leipzig Ralph Lindner, Direktor, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Vorlesung:
Harry Rowohlt

Nachlesen:
Die Vorlesungen erscheinen in der Edition Suhrkamp.

Bisher erschienen:
Ingo Schulze, Tausend Geschichten sind nicht genug - Leipziger Poetikvorlesung 2007, Broschur, 76 Seiten; ISBN: 978-3-518-06966-0
Uwe Tellkamp, Die Sandwirtschaft - Anmerkungen zu Schrift und Zeit. Leipziger Poetikvorlesung 2008, Broschur, 163 Seiten; ISBN: 978-3-518-06999-8
»Eine lesenswerte, horizonterweiternde Poetik-Vorlesung, die immer wieder selbst poetische Züge und Qualitäten bekommt.« Martin Ebel, Tages-Anzeiger

Am 18.10 erscheint:
Herta Müller, Lebensangst und Worthunger, Leipziger Poetikvorlesung 2009, Broschur, 53 Seiten; ISBN 978-3-518-12620-2

Neben der Bitte, unser Projekt in Ihren Medien vorzustellen, möchten wir Sie schon jetzt herzlich einladen, am 31. Oktober nach Leipzig zu kommen. Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Deutsches Literaturinstitut Leipzig Wächterstraße 34
04107 Leipzig
Telefon 0341 97 30 300
dll@uni-leipzig.de
www.deutsches-literaturinstitut.de

Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
Karl-Liebknecht-Straße 56
01109 Dresden
Telefon 0351 884 8015
kulturstiftung@kss.smwk.sachen.de

Harry Rowohlt, geboren am 27.3.1945 in Hamburg 13, lebt in Hamburg, Eppendorf, ist Übersetzer, Rezitator und Gelegenheits-Schauspieler in der „Lindenstrasse“. Er hat weit über 100 Bücher aus dem Englischen ins Deutsche übertragen, darunter A.A. Milnes „Pu der Bär“, Frank McCourts Bestseller „Die Asche meiner Mutter“, Shel Silversteins „Raufgefallen“ und Roger Boylans „Killoyle“. 2001 wurde ihm der „Göttinger Elch“ verliehen, 1999 der „Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung der Deutschen Akadamie für Sprache und Dichtung“, 1997 der „Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau“, 1996 wurde er zum „Ambassador of Irish Whiskey“ ernannt. Schliesslich hat er 2003 die Platin-Schallplatte für 250.000 verkaufte „Pu der Bär“-CDs bekommen und 2004 hat ihm der WDR den deutschen Hörbuchpreis für „Flan O’Brien, Auf Schwimmen-zwei-Vögel“ verliehen.

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