Kulturstiftung unterstützt die Übersetzung von Karl Schlögels „Terror und Traum – Moskau 1937“

Übersetzer bereichern die Lesewelt, wie schon ein Blick auf die Bestsellerlisten in Deutschland zeigt. Zugleich findet die junge deutschsprachige Literatur durch Übersetz­ungen Leser in aller Welt. Aber literarische Übersetzer stehen oft genug im Schatten des Literaturbetriebs, die Honorare für Übersetzungsleistungen sind gering. Umso wichtiger sind Preise und Stipendien nicht nur als öffentliche Anerkennung von herausragenden Übersetzungsleistungen, sondern auch als Motivation zur Übersetzung von neuen Autoren. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen hat deshalb gemeinsam mit ihren beiden Koope­ration­spart­nern, dem Goethe-Institut e.V. (München) und der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. (Hamburg) im Jahr 2009 ein Aufent­halts­stipendium für Übersetzer in Dresden-Hellerau eingerichtet. Mit diesem Programm erhalten Übersetzer aus Mittel- und Osteuropa die Gelegen­heit, konzentriert an der Überset­zung eines literari­schen Werks aus dem Deutschen in die Sprache ihres Heimatlandes zu arbeiten.

Seit 1. Juni 2010 ist der 1965 in Havanna (Kuba) geborene, seit 2003 in Spanien lebende Über­setzer José Aníbal Campos González in Dresden-Hellerau zu Gast in der Kulturstiftung. Er hat bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. Unter den von ihm übersetzen Autoren sind Frank Schätzing, Martin Mosebach und Pascal Mercier. In Hellerau wird er an seinem neuen Projekt, der Übersetzung von Karl Schlögels „Terror und Traum – Moskau 1937“ arbei­ten. Für diese herausragende Studie hatte der Autor den Leipziger Buchpreis für Europä­ische Verständigung 2009 erhalten.

Zuletzt waren die 1974 in Ramat-Gan (Israel) geborene Tali Konas und die 1944 in Stockholm geborene Aimée Delblanc zu Gast in der Kulturstiftung. Frau Delblanc hat an der Übersetzung von Uwe Tellkamps „Der Turm“ gearbeitet.

Weitere Informationen: Dr. Manuel Frey, Tel. 0351-8848015

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