Kataloge für Bildende Künstler – Eine neues Förderprogramm der Kulturstiftung

Freiberuflich tätige Künstler brauchen Kataloge als Mittel zur Präsentation und Selbstvermarktung. Für Nachwuchskünstler bietet die Kulturstiftung bereits zahlreiche Fördermöglichkeiten. Doch auch in späteren Berufsjahren sind Kataloge für bildende Künstler notwendig, etwa zur Dokumentation einer neuen Schaffensperiode oder zur Darstellung aktueller künstlerischer Arbeiten. Hier besteht nach übereinstimmender Meinung Handlungsbedarf.

Der Vorstand der Kulturstiftung hat deshalb in seiner Dezembersitzung beschlossen, zur Verbesserung der sozialen Situation insbesondere der älteren bildenden Künstler in Sachsen ein spezielles Katalog-Förderprogramm aufzulegen. Dadurch sollen diese die Möglichkeit erhalten, ihre künstlerischen Arbeiten einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Das neue Katalogförderprogramm startet mit einer zweijährigen Pilotphase zunächst für die Jahre 2009 und 2010. Für den genannten Zeitraum werden insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, das Programm im nächsten Doppelhaushalt der Kulturstiftung 2011/12 als reguläres, aus zusätzlichen Landesmitteln gefördertes Programm zu verankern.

Die Förderung erfolgt nach folgenden Kriterien: 1. Maßgeblich ist die Qualität der künstlerischen Arbeit. 2. Gefördert werden nur anerkannte Künstler. 3. Die Förderung ist einmal ab dem 40. Lebensjahr möglich. 4. Von dem betreffenden Künstler soll in den letzten fünf Jahren kein Personalkatalog erschienen sein. 5. Der Anteil der im Katalog abgebildeten aktuellen Arbeiten aus den letzten fünf Jahren soll mindestens 25 % betragen. Gefördert werden kann mit dem Katalog auch die Präsentation des Lebenswerks. Der maximale Förderbetrag der Kulturstiftung pro Katalog beträgt 5.000,00 Euro.

Der Antragsteller ist aufgefordert, sich um weitere Finanzierungspartner zu bemühen. Bei Antragstellung muss die Berufsausübung durch entsprechende Angaben (Hochschulabschluss, KSK- oder Berufsverbandsmitgliedschaft, Lebenslauf mit Ausstellungsverzeichnis) glaubhaft nachgewiesen werden. Der Katalog sollte nach Möglichkeit eine ISBN- Nummer aufweisen und im Buchhandel erhältlich sein.

Die Einsendung von Originalen künstlerischer Arbeiten ist nicht gestattet. Das Material ist mit Namen und Anschrift zu versehen und gesondert aufzulisten. Eingereichte Materialien werden nicht zurückgesandt.

Die Antragstellung ist einmal im Jahr jeweils zum 1. März möglich. Die Entscheidung trifft der Vorstand der Kulturstiftung, beraten durch einen Fachbeirat. Ein spezielles Antragsformular für dieses Programm wird im Downloadbereich dieser Internetseite bereitgestellt.

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