Künstler Dirk Lange ist zu Gast im Atelier der Halle 14

Seit dem 1. September wohnt, lebt und arbeitet Dirk Lange als neuer Stipendiat der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen im Gastatelier der Halle 14. Der 35–jährige Künstler aus Dresden wurde bereits 2006 von Beirat und Stiftungsvorstand für das dreimonatige Aufenthaltsstipendium ausgewählt.

Während seines Aufenthalts plant Dirk Lange, der an der „Akademie voor Beeldende Kunsten Maastricht“ Malerei und Grafik studiert hat, die Fortsetzung einer Reihe überdimensionaler und detailreicher Zeichnungen. In ihnen setzt er sich motivisch mit individuellen und kollektiven Identitäten zwischen Weltflucht, Selbststilisierung und Künstlichkeit auseinander. Als Vorlage dient Lange dabei Bildmaterial von kostümierten Jugendlichen in historischen Porträtdarstellungen oder zeitgenössische Aufnahmen von Vertreterinnen einer ostasiatischen Subkultur in viktorianischen Kleidern. „Mich interessiert dabei der Wunsch,“ sagt Lange, „sich zumindest zeitweise in eine Rolle zu versetzen, mit der man sich den normalen Anforderungen des Lebens entzieht. Je verschwommener die Grenze zwischen Spiel und wirklichem Leben wird, desto interessanter wird die Sache.“

Dirk Lange ist nach Jacqueline Merz der zweite Stipendiat des »Atelierstipendium Leipziger Baumwollspinnerei« der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, für das die Halle 14 ein Atelier auf dem Gelände der Leipziger Baumwollspinnerei zur Verfügung stellt. Dieses Sonderstipendium ist Teil des Stipendienprogramms „Heimspiel“ für sächsische Künstler und Schriftsteller, mit denen die Arbeit an begonnenen oder neuen Werken ermöglicht werden soll. Bewerbungen für das Stipendium können bis zum 1. Juli 2008 wieder bei der Kulturstiftung Sachsen eingereicht werden.